Monatsbericht der
über
Menschenrechtsverletzungen
im Iran
(Okt.05)
Der Bericht beinhaltet:
Vorwort: S.2 / Menschenrechtsverletzungen
nach internationalen Angaben: S.2 / Repressalien
gegen Studenten: S.3 / Repressalien gegen Presse und Journalisten:
S.3 /Repressalien gegen politisch und kulturell engagierte Bürger: S. 5
/ Repressalien gegen politische Gefangenen:S. 7/ Gruppenverhaftungen:
S.9 /Tötung der Bürger durch Staatsicherheitskräfte: S. 9/ Gefällte
Todesurteile: S. 9 / Durchgeführte Todesurteile S. 11/ Soziale
Benachteiligungen: S.11/Quellenverzeichnis: S.12
Vorwort
Die
iranischen Menschenrechtsaktivisten in Europa und Nordamerika zeigen in ihren
Monatsbericht wiederum Zahlreiche Verstösse gegen die Menschenrechte in den
verschiedenen Formen im Iran auf. Folgende Zahlen fassen die aufgezeichneten
Fälle des Berichtes zusammen.
Repressalien gegen Studenten: 8 Fälle. Repressalien gegen
Journalisten und Presse: 22 Fälle. Repressalien gegen die politische
Gefangene: 12 Fälle. Repressalien gegen politisch und kulturell
engagierte Bürger: 39 Fälle. Gruppen Verhaftungen: 7560
Personen. Tötung durch Staatsicherheitskräfte: Eine Person. Verhängte
Todesurteile: 17 Personen. Durchgeführte Hinrichtung: Eine
Person.
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Menschenrechtsverletzungen
nach internationalen Angaben
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Nach Angaben vom Amnesty international am 23.9.05 sind folgende
Personen in Gefahr, gefoltert oder misshandelt
zu werden. Hamid Qate
Pour, Lehrer, Emad Rafii,
Lehrer und Mohammad Hezbawi, Herausgeber einer
lokaler Zeitung namens „ Hamsaje“, die der arabischen
Minderheit im Iran angehören, sind Berichten zufolge in der Stadt Ahvaz festgenommen worden. Sie werden an geheimen Orten
ohne Kontakt zur Aussenwelt in Haft gehalten und sind daher in Gefahr,
misshandelt oder gefoltert zu werden. AI fordert die iranische Regierung auf,
sofort ihren Haftort bekannt zu geben und sie umgehend freizulassen, es sei
den, sie worden umgehend einer erkennbar Strafbaren Handlung angeklagt. Weiter
fördert AI den iranischen Behörden auf, den Gefangenen sofortigen Zugang zu
Rechtsanwälten, ihren Familien, Dolmetschern und erforderlichenfalls zu
medizinischer Versorgung zu gewähren.
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Die Europäsche Union hat am 12.10.05 dem Iran Rückschritte bei
Einhaltung der menschenrechte vorgeworfen. EU kritisierte besonders
Todesurteile gegen Angeklagte, die jünger als 18 sind. Zu dem forderte die
Europäschen Union die Freilassung des Journalisten Akbar Ganji.
Hinrichtung Angehörige der Minderheitsvölker, Verfolgung der
Menschenrechtaktivisten sowie Journalisten und Weblogger wurden als weitere
Verstösse gegen die Menschenrechte genannt. (Radio Farda)
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Die in Brüssel ansässige internationale Konföderation freier
Arbeitergewerkschaften rechnet Iran zu jenen Ländern, die für Aktivisten in den
Arbeitergewerkschaften gefährlich seinen. Laut dem Jahresbericht der
Konföderation wurden in Iran in diesem Jahr vier Gewerkschaftsmitglieder
getötet und Dutzende eingekerkert. Es habe auch zahlreiche Hausdurchsuchungen
und Folterrungen gegeben. In Iran gibt es faktisch keine selbständigen
Gewerkschaften. Die bestehenden Gewerkschaften stehen unter Kontrolle der
Regierung. Jeder Versuch einer selbständigen Politik und jeder Versuch, den
Staat zu kritisieren und die Arbeiter für die Durchsetzung ihrer Interessen zu
mobilisieren, wird hart bestraft. Die Konföderation wurde 1994 gegründet, sie
wird von 234 Arbeitergewerkschaften aus 154 Ländern getragen und umfasst damit
154 Millionen Mitglieder. (Heinrich Böll Stiftung November 05)
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Nach Angaben der Organisation Reporter ohne Grenzen am 19.10.05,
verschärft die iranische Regierung weiterhin die Internetüberwachung. Den
Berichten zufolge werden neuerdings alle Internetseiten gefiltert, die mit
Frauen zu tun haben. Allein in den letzten Monaten sind mehrere feministische
Internetseiten wie zum Beispiel „Zanan-e Iran“, „Kanon-e Zanan-e Iran“ „ feministische
Tribunal“ und „ Zanan-e Iran Jahan“
den Opfer der Zensur geworden.
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Zum vierten Mal hat die Organisation Reporter ohne Grenzen am 20.10.05
ihre Rangliste zur Weltweiten Situation der Pressefreiheit veröffentlicht. Nach
diesem Bericht Iran kam auf dem Platz 164. Es folgen Turkmenistan (165) und
Eritrea (166). Nordkorea ist auch in diesem Jahr schlusslicht der Rangliste.
Laut diesem Bericht gibt es in diesem Ländern weder unabhängige Medien noch
eine freie Meinungsäusserung. Eine freie Berichterstattung wurde oftmals durch
repressive Regierung oder durch Übergriffe bewaffneter Gruppen verhindert. Reporter
ohne Grenzen berichtete von inhaftierten Journalisten Akbar Ganji,
der nach 60 Tage Hungerstreik weiterhin in einer Isolationszelle lebt.
Repressalien
gegen Studenten
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Armin Salmasi, Student an der Teheraner Amir Kabir Universität, wurde von der 6. Kammer der Justiz für
Staatspersonal vernommen, weil er über den mysteriösen Tod einen Studenten
berichtete. (Ilna 3.10.05)
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Nach Erscheinung der ersten Nummer der Studentenzeitschrift „Anjoman“ an der Lehrerinstitut Karaj, wurde diese Zeitschrift auf Anordnung des
universitären Disziplinarausschusses verboten. (Ilna
26.9.05)
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Abas Shokohmad, Vorstandmitglied des islamischen
Studentenvereins an der Universität Arak, wurde von
der 3. Kammer des Revolutionsgerichtes der Stadt Karaj
- wegen Teilnahme an den Studentenprotestaktionen im Juni 2003- geladen. Ihm
wurde Verleumdung der Revolutionsführer vorgeworfen. (Ilna
8.10.05)
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Hamed Iranshahi, Vorsitzender der islamischen
Studentenvereins an der Universität Arak, erhielt von
der 2. Kammer des Zivilgerichtes der Stadt Arakt eine
Vorladung. Die Anklagepunkte lauteten: Verbreitung von Unwahrheiten und
Verleumdung. (Ilna 14.10.05)
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Mobasheri, ein Student an der Universität Sanaiti-Sharif, wurde von der 2. Kammer des Gerichtes der
Stadt Shiraz geladen. Er wurde angeklagt die
Unwahrheiten verbreitet und somit die öffentliche Meinung manipuliert zu haben.
(Ilna 19.10.05)
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Ali Afshari, Studentenführer und Vorstandmitglied der
grössten Studentenorganisation „Tahkim-e Vahdat“, wurde von der
26. Kammer des Teheranern Revolutionsgerichtes zu 6 Jahren Haft ohne Bewährung
und 5 Jahren Berufsverbot verurteilt. Seine Anklagepunkte lauteten: Verstöße
gegen nationale Sicherheit, Anstiftung zum Umsturz des Regimes, Propaganda
gegen islamische Regierung, Verleumdung der Revolutionsführer und Behörden,
Verbreitung von Unwahrheiten und Manipulation der öffentlichen Meinung,
Spionage usw. (Ilna 26.9.05)
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Der Gerichtsprozess gegen Mohamadreza
Rahimi Rad, Mitglied des republikanischen
Studentenvereins an der Universität Jazd, hat stattgefunden. Er wurde angeklagt im
Winter 2002 an der Universität Unruhe verbreitet zu haben. (Fars
3.10.05)
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Der Gerichtsprozess gegen Akbar Atri, ehemaliger
Vorstandsmitglied der Studentenorganisation „Tahkim-e
Vahdat“, hat von der 26. Kammer des Teheraner
Revolutionsgerichtes stattgefunden. Die Anklagepunkte lauteten: Veranstaltung
von illegalen Versammlungen, Verbreitung von Unruhen, Verleumdung des Regimes
und Behörden und Interview mit den persischen Radiosender, welche vom Ausland
nach Iran gesendet werden. (9.10.05)
Repressalien
gegen Presse und Journalisten
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Nach Angaben von Nehzat-e Azadi-e Iran
(Freiheitsbewegung Irans), wurden in den letzten Wochen ihre Web-News (Mizan News) sowie Web-News von „national-religiöser Bewegung“ gefiltert. (Mizan News 23.9.05)
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Nach Mitteilung von Mashallah Shamsolvaizin, Sprecher der Verein zur Verteidigung der
Pressefreiheit im Iran, sind Repressalien gegen die Presse und Journalisten in
den letzten Wochen massiv zugenommen worden. Laut Shamsolvaizin
existiert im Iran keine geringe Pressefreiheit
mehr. Journalisten werden ständig von der Justiz schikaniert und bedroht. Die
unabhängige Presse werden verboten und deshalb können
viele Journalisten ihren Beruf nicht mehr ausüben. (Deutsche Welle 29.9.05)
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Masume Babapour, eine Reporterin der lokalen Presse der Stadt
Tabriz, ist am 3.10.05 von vier unbekannten Personen
festgenommen. Sie wurde drei Tage später schwer verletzt unter einer Brücke
gefunden. (Tabriz
News 5.10.05)
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Hassan Khorbani, ein Fotoreporter der lokalen Presse der
Stadt Tabriz, wurde von einem Mitlied der
Stadtgemeinde namens Hassan Shakuri schwer
verprügelt, während er das Stadtratgebäude fotografierte. (Tabriz
News 6.10.05)
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In der 13. internationalen Koranausstellung
haben die Leibwächter der iranischen Stadtpräsidenten Mahmud Ahmadinejad die Reporter beleidigt und bedroht. (Ilna 20.10.05)
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Die kurdische Journalisten und Menschenrechtler, Frau Dr. Roya Tolui, Ejlal
Egvami und Said Saidie,
wurden nach 66 Tagen Haft gegen eine Kaution in die Hohe von 100000 Euro vorübergehend
freigelassen. Der Gerichtprozess gegen diese Personen wird im Dezember 05
stattfinden. Sie wurden angeklagt die Kurden gegen die Regierung aufgehetzt und
somit die nationale Sicherheit bedroht zu haben. (Ilna
11.10.05)
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Nach Angaben von Nasehr Saraj,
der Vorsitzender der Strafgerichte der Provinz Teheran, warten im Bereich
Presse bereit 130 Fälle auf einen Gerichtsprozess. Laut dieser Mitteilung sind in
diesem Jahr 84 Zeitschriften auf Anordnung der Justiz und 17 Zeitschriften auf
Anordnung der Presse-Disziplinarkommission verboten worden.(Ilna
17.10.05)
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Der hohe Rat für die Kulturrevolution, eine Einrichtung, deren Vorsitzender
Präsident Ahmadinejad persönlich ist, erklärte einen
Bann für sämtliche literarische und künstlerische Werte, die „ säkularistische, feministische, liberale, nihilistische
Ideen propagieren und die sich gegen die orientalische/religiöse Kultur stellen.
Das konservative staatliche Fernsehen wurde von Ahmedinejad
beauftragt, diesen Erlass durchzuführen. (Ilna
19.10.05)
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Der Gerichtprozess gegen Ali Kozegar,
Herausgeber der Zeitschrift „ Andish-e Farda“ wurde von der 76. Kammer des Strafgerichtes der
Provinz Teheran unter Leitung vom Richter Mohamed Reza Saremi
durchgeführt. Kozegar wurde angeklagt in seiner
Zeitschrift Unwahrheiten geschrieben zu haben. (Ilna
16.10.05)
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Der Gerichtprozess gegen Amir Said Naghizadeh,
Herausgeber der Zeitschrift „ Film und kino“ wurde
von der 76. Kammer des Strafgerichtes der Provinz Teheran unter Leitung vom
Richter Mohamed Reza Saremi durchgeführt. Er wurde
angeklagt, in seiner Zeitschrift Frauenfotos veröffentlicht zu haben, welche
nicht gemäss den islamischen Vorschriften angekleidet waren. Man hat ihm vorgeworfen,
gegen das islamische Frauenbild Verstöss zu haben. (Ilna
16.10.05)
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Der Gerichtprozess gegen Ali Moailem,
Herausgeber der Monatszeitschrift „ Donyaye Tasvir“ wurde von der 76. Kammer des Strafgerichtes der
Provinz Teheran unter Leitung vom Richter Mohamed Reza Saremi
durchgeführt. Er wurde angeklagt unmoralische Bilder veröffentlicht und somit
Verstoss gegen das islamischen Vorschriften begangen zu haben. (Ilna 16.10.05)
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Ardelan Aitarpour, Herausgeber der Zeitschrift „Aknun“, wurde
von der 76. Kammer des Strafgerichtes der Provinz Teheran, unter Leitung vom
Richter Saremi für schuldig befunden, durch Veröffentlichung von unmoralischen Bilder, Verstoss
gegen das islamischen Vorschriften begangen zu haben. Laut diesem Urteil bleib
diese Zeitschrift für immer verboten. (Ilna 19.10.05)
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Sedighe Taleaii, Herausgeberin der Zeitschrift „ Honar-e Zendegi“ wurde von der
76. Kammer des Strafgerichtes der Provinz Teheran unter Leitung vom Richter Saremi für schuldig befunden, durch Publikation von
unmoralischen Bildern, Verstoss gegen das islamischen Vorschriften begangen zu haben. Laut diesem Urteil bleib
diese Zeitschrift für immer verboten. (Isna 19.10.05)
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Jalal Jalalizadeh, Herausgeber der Wochenzeitschrift „ Sirvan“, in der kurdischen Stadt Sanandaj,
wurde wegen Verbreitung von Unwahrheiten und Verleumdung von der 1083. Kammer
des Teheranern Zivilgerichtes geladen. (Isna18.10.05)
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Adnan Hassanpour, Mitglied des Redaktionsteams der
verbotenen kurdischen Wochenzeitschrift „Aso“, wurde
von der 4. Kammer des Revolutionsgerichtes der Stadt Sanandaj,
erst über seine Anklagepunkte belehrt und dann gegen eine Kaution in die Hohe
von 20000 Euro vorübergehende freigelassen. Seine Anklagepunkten lauteten: Drohung der inneren Sicherheit, Separatismus,
Manipulation der Gemeinschaftsmeinung usw. (1.10.05 Marivan-Weblogg)
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Mohammad Sadigh Kabudvand, Herausgeber der verbotenen kurdischen
Wochenzeitschrift „ Pajam-e Mardome
Kurdistan“ wurde von der 1. Kammer der Justiz der Stadt Sanandaj,
unter Leitung vom Richter Amjadian, zu einem Jahr
Haft ohne Bewährung sowie 5 Jahre
Tätigkeitsverbot im Pressebereich verurteilt. Die Anklagepunkte lauteten:
Verbreitung von Unwahrheiten, Verbreitung von separatistischen Ideen und
Provokation. (Ilna15.10.05)
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Der Weblogger Omid Seykhian, wurde
von der 1090. Kammer des Teheranern Zivilgerichtes zu einem Jahr Haft ohne Bewährung
und 2 Peitschenhieben verurteilt. (Roydad 18.10.05)
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Aisa Saharkhiz, Herausgeber der Monatszeitschrift „ Aftab“, wurde von der 76. Kammer des Teheranern Straffgerichtes
zu einem Geldstraffe in der Hohe von ca. 200 Euro und 6 Monaten Berufsverbot im
Pressebereich verurteilt. Das Urteil wurde bereit vollstreckt. (Ilna 18.10.05)
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Web-News „ Baztad“ wurde
vorübergehend auf Verordnung der Justiz verboten. (Ilna
18.10.05)
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Drucklizenz der Englischen, französischen und türkischen Übersetzung
des Buches „Sagh-e
Velgard“ vom verstorbenen iranischen Autor, Sadegh Hedajat, wurde vom islamischen
Kultur und Erziehungsministerium nicht genehmigt. (Emrouz
26.9.05)
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Auf Anordnung vom islamischen Kultur und Erziehungsminister, Hossein Safar Harandi,
wurde das Buch „Von Korosh bis Pahlavi“ vom Markt genommen. (Keyhan
10.10.05)
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Der 120-Seitige Brief vom Ebrahim Golestan an die Dichterin Simin Daneshvar, der vor 15 Jahren verfasst wurde, darf auf Anordnung
der islamischen Kultur und Erziehungsdepartement nicht mehr gedruckt werden.
Der Brief beinhaltete verschiedene Themen im Bereich Geschichte, Gesellschaft
und Politik. (Isna 12.10.05)
Repressalien
gegen politisch und kulturell engagierte Bürger
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Die kurdische Aktivisten, Loghman Mehri, Mohammad Saleh Nasehri, Jaifar Sharifi, Saaidi Khademi, Aibas Rezazade, Fatah Rezazadeh, Loghman Khajatbashi, Peyman Mehri und Reza Azizi, die vorübergehend aus dem
Gefängnis freigelassen wurden, haben in einer gemeinsamen Erklärung am
11.10.05 folgendes bekannt gegeben:
„ Wir sind auf
Anordnung vom Geheimdienstzentrum ohne einen Grund oder eine strafbare Handlung
festgenommen worden und dann sind wir gegen erhebliche Kautionen vorübergehend
freigelassen worden. Unsere Festnahmen sowie die Misshandlungen, die wir im
Gefängnis erlebten, sind Verstösse gegen die internationalen Menschenrechte. Wir
haben leider keinen Zugang zum Rechtbeistand. Die Rechtsanwälte haben Angst unsere Fälle zu
übernehmen. Wir sind auf humanitäres Engagement unserer Mitbürger sowie auf mutige
Anwälte angewiesen“.
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Kiynoosh Sanjari, Mitglied der Studentenvereinigung, wurde
nach 4 Monaten Haft, gegen eine Kaution in der Hohe von 50000 Euro vorübergehend
freigelassen. Sanjari wurde angeklagt die nationale
Sicherheit des Landes bedroht zu haben. (Ilna
11.10.05)
·
Erfan Ghaneii erhielt Ausreiseverbot. (Emrouz 2.10.05)
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Der Theologe und Religionswissenschaftler, Ahmad Ghabel,
hat sich als Protest gegen seine Ausreiseverbot in einem offenen Berief an
die islamische Menschenrechtskommission gewendet:
„Ich bin bis jetzt 3 Mal verhaftet worden. Jedes Mal
wurde mein Haus durch Sicherheitskräfte in der Nacht durchgesucht. Seit 16
Jahren darf ich nicht mehr unterrichten. Ich darf keine eigene Zeitschrift herausgeben.
Der Kaufvertrag meines Hauses wurde vor 3 Jahren beschlag genommen. In den
mehreren Beriefen habe ich den Revolutionsführer über diese Ungerechtigkeiten unterrichtet.
Leider habe ich von ihm keine Hilfe erhalten. In diesem Land kenne ich kein
Gericht, wo ich meine Rechte bekomme. Aus diesen Gründen habe ich mich
entschieden nach Tajikistan auszuwandern. An der
Grenze habe ich aber erfahren, dass ich Ausreiseverbot habe. Ich gehe davon aus,
dass man mich wegen Beleidigung der Revolutionsführer anzuklagen möchte. Mit
diesem Berief möchte ich alle
internationale Menschenrechtorganisationen auf
die Menschenrechtverletzungen im Iran aufmerksam zu machen“. (Mizan News 5.10.05)
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Laut Mitteilung von Frau Fatemeh Shaibani, Vorsitzende von Frauenverein Irans, wurde auf
Anordnung des Govaneurs das Zentralbüro des Vereins
in der Stadt Khodabande geschlossen.
( Frauenverein Irans 5.10.05)
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Gerichtsurteile gegen politische Aktivisten der Azarbayejanbewegung
:
Mehrali Biglou, Daryoosh Hatami, Akbar Azad, Ali Babalou und Rasool Khahremani, wurden vom Revolutionsgericht der Stadt Kalbir, wegen
Propaganda gegen das Regime und Kontakt zu im Ausland tätigen oppositionellen
Organisationen, zu je einem Jahr Haft ohne Bewährung und 16 Jahre Verbannung
aus der Stadt Kalbir verurteilt.
Alireza Bayat, Sohrabd Fathi, Gholamreza Tondran, Farhang Nasirnia, Abdoreza Ailaii Nijazi, Mehdi Ketabchi
Khiavi,Mehdi Sorkhi Shams, Vahid Gholizadeh,
Kazem Ghochi, Ali Jame Moghanlou, Vahid Alirezai, Morteza Aiyni, Ramin Sadegh Asl, Hossein
Mohamedifard, Mortesa Ajaghlou und Hamid Behjad wurden
zu je 91 Tage Haft auf Bewährung verurteilt. (Komitee zur Verteidigung der
politischen Gefangenen in Azarbayejan 25.9.05)
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Der Abgeordnete der 5. Parlamentperiode der Stadt Zanjan
wurde von der 1083. Kammer des Teheranern Zivilgerichtes zu einem Geldstraffe
verurteilt. Er wurde angeklagt Unwahrheiten verbreitet und somit die
öffentliche Gemeinschaftsmeinung manipuliert zu haben. (Ilna
7.10.05)
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Farogh Samani und Hejar Mamnadi wurden zu je 10 Monaten Haft ohne Bewährung
verurteilt. Ihnen wurde vorgeworfen Aktivitäten gegen nationale Sicherheit
betrieben und mit der kurdischen Partei „ Hajat Azad Kurdistan“ sympathisiert zu haben. (Organisation zur
Verteidigung der Menschenrechte in Kurdistan 16.10.05)
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Der Gerichtprozess gegen Gholamheydar Ebrahim
Bay Islami, der Abgeordnete der 6. Parlamentperiode
der Stadt Khaf, wurde von der Justiz für
Stadtpersonal stattgefunden. Die Anklagepunkte lauteten: Verteidigung und
Unterstützung der Sunniten, Kritik an Wächterrat sowie Teilnahme an den Sitzstreik
der Parlamentabgeordnete im 2002. (Ilna 15.10.05)
·
Baha Aldin Adab,
der Abgeordnete der 6. Parlamentperiode der Stadt Sanandaj,
wurde wegen seine kritische Rede im Parlament und Protest gegen Wächterrat von
der 2. Untersuchungskammer für Stadtpersonal vernommen. (Ilna
16.10.05)
Repressalien
gegen politische Gefangenen
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Mehdi Khasemian und
Ali Aitai wurden vorübergehend gegen eine Kaution
freigelassen. Diese Personen wurden für 4 Monaten wegen Teilnahme an illegalen
Freitagsgebeten festgenommen. (Ilna 23.9.05)
·
Das Leben vom inhaftierten Weblogger, Ahmad Saraji,
ist in der Gefahr. Der Journalist ist vor 4 Monaten wegen Propaganda gegen
das Regime verhaftet worden. Er befindet sich zurzeit im Gefängniszentrum der
Stadt Tabriz auf einer Abteilung, wo sie für
Straftäter bestimmt ist. Saraji wurde im Gefängnis
durch unbekannte Personen stark verprügelt und dabei wurde zum Tode bedroht. (Tabriz News 24.9.05)
·
Die politische Gefangenen, Behrouz Javid Teherani, Bina Darabzand und Hojat Zamani, die sich
zurzeit im Rajaishahr-Gefängnis befinden, wurden bedroht
in den Gefängnissen im Süden des Landes verband zu werden, weil sie im Sep.05
in den Hungerstreik eingetreten sind. Ihre Kamerad Arjang
Davoudi wurde
als Strafe in den brüchigen Borazjan- Gefängnis im
Süden des Irans verband. (Demokratische Partei Kurdistan Irans 26.9.05)
·
Demokratische Front Irans hat am 26.9.05 eine Liste der politischen
Gefangenen bekannt gegeben. Es ist noch zu erwähnen, dass diese Gefangenen in
einem geheimen Prozess und ohne Rechtsbeistand verurteil worden.
1.
Said Masouri: Todesstraffe
2.
Gholamhossein Kalbi: Todesstraffe
3.
Hojat Zamani: Dreifache Todesstraffe
4.
Valiolah Feys Mahdavi: Todesstraffe
5.
Alireza Karmi Kheyrabadi: Todesstraffe
6.
Reza Ameri: Lebenslängliche Haftstraffe
7.
Afshin Baymani: Lebenslängliche Haftstraffe
8.
Sadegh Sistani: Lebenslängliche Haftstraffe
9.
Josof Shafiaii: Lebenslängliche Haftstraffe
10.
Khalil Shalchi: 15 Jahre Haft ohne Bewährung
11.
Jamshid Amini: 14 Jahre Haft ohne Bewährung
12.
Ebrahim Momeni: 10 Jahre Haft ohne Bewährung
13.
Reza Malek: 12 Jahre Haft ohne Bewährung
14.
Alireza Behboudi: 5 Jahre Haft ohne Bewährung
15.
Mohamed Hossein Ghasemi: 15 Jahre Haft ohne Bewährung
16.
Jaifar Eghdami: 6 Jahre Haft ohne Bewährung
17.
Hashem Shaminnia: Urteil noch nicht bekannt. Er verbüsste
früher 3 Jahre Haft.
18. Alireza Shariatpanah: Urteil noch ni